2014 geht ... 2015 kommt!

Das Jahr 2014 war ein durchwachsenes Jahr. Leider mussten wir von lieben Menschen viel zu früh Abschied nehmen und die äußeren Rahmenbedingungen in Europa und der Welt sind nicht besser geworden. Aber jeder Rückschlag bietet auch die Chance, einen eingeschlagenen Weg zu ändern und so hat auch dieses Jahr bei einigen von uns wieder unerwartete Wendungen bereit gehalten, die unsere Lebensumstände oder unseren Blick auf die Dinge positiv verändert haben.

 

Im Fußball ist in diesem Jahr Freud und Leid sehr eng beisammen. Während Deutschland nach 1990 mal wieder einen "Stern" mehr auf die Brust bekam, hat sich die negative Tendenz in der hiesigen Fußballbundesliga weiter fortgesetzt.

Ich wünsche den Roten für diese Saison unter Tayfun Korkut alles Gute und vielleicht reicht es am Schluss ja für die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Dem FCB gratuliere ich für die nächsten Jahre zum Gewinn der Meisterschaft und hoffe, dass die fehlende anspruchsvolle Spielpraxis in der Liga nicht zu einem vorzeitigen Aus in der CL führt.

 

Im dahinscheidenden Jahr hat die Arbeitswelt auch für manchen von uns eine Überraschung parat gehabt. Die Zeiten werden schneller, die Welt wird kleiner und der Markt wird von immer weniger werdenden Großunternehmen beherrscht.

Ob Arbeitsdrohne oder Manager, die Anforderungen an Flexibilität, sowohl im Kopf als auch bzgl. der Arbeitsstätte, sind wieder einmal größer geworden.

Ich wünsche mir für das Jahr 2015, dass alle, die in der komfortablen Situation sind, ihre Arbeit frei wählen zu können, glücklich in Ihrem Job sind und abends vor dem Spiegel sagen können: "Ich habe etwas Gutes und/oder Sinnvolles getan oder einen anderen dazu gebracht, dieses zu tun, ohne jemanden auszubeuten oder in seiner Würde zu verletzen.". 

 

Das schwärzeste Kapitel in 2014 war für mich die PEGIDA-Bewegung. Ich schätze es sehr, in einem Land leben zu dürfen, in der die Meinungsfreiheit nicht nur in einem verstaubten Gesetz steht, sondern auch gelebt wird. Und so muss man auch akzeptieren, wenn intolerante, rassistische, rechtspopulistische, verblendete, ungebildete und einfach dämliche Menschen sich zusammenrotten und Unsinn erzählen.

Meines Erachtens ist die größte Stärke des Menschen seine Individualität und die ungeheure Rechenleistung seines "Oberstübchens". "Schwarmintelligenz" sollten wir denjenigen Wesen auf dieser Welt zugestehen, die dazu geschaffen sind.

 

Das "Brot und Spiele" unserer Zeit, das Fernsehen, hat wahrscheinlich in 2014 wieder einen neuen Tiefpunkt erreicht. Ich habe davon allerdings so gut wie nichts mitbekommen. Es ist zum Glück nicht gelungen, "Wetten dass..." auf das geforderte Geissen-Niveau herabzustufen oder Elemente aus anderen fragwürdigen Unterhaltungssendungen einzubetten, um diesen Schmerz für die Sinne noch ein paar Sendungen aufrecht erhalten zu können.

Vielleicht gelingt es auch den zahlreichen Talkshow-Gästen, die allesamt über Einfluss verfügen, etwas weniger in 2015 über die Dinge zu reden und lieber etwas zu tun.

So werden wir auch im nächsten Jahr aufgewärmte Importware über uns ergehen lassen müssen, wenn wir denn wollen. Die neuen Medien ermöglichen es uns zum Glück, selektiv zu konsumieren und das Zapping zwischen Pro7, RTL und Sat1 ist ein Auslaufmodell.

 

Ich wünsche uns allen eine besinnliche Weihnachtszeit mit unseren Familien und ein erfolgreiches Jahr 2015. Geistige und körperliche Gesundheit bilden die Grundbasis dafür. Ich wünsche uns allen Kraft, die kommenden Herausforderungen zu meistern und gegenwärtig zu sein. Hoffnung und Angst bestimmen leider viel zu oft unser Leben und im Übermaß entsteht meist nichts Gutes.

 

Euer Gerrit