Dublin, Tag 8

Ruhe im Appartment über mir, herrlich, ich schlafe bis halb neun ☺ Heute lasse ich den Tag ruhig angehen. Erst gegen Mittag setzte ich mich in Richtiung Dublinia in Bewegung, ein Museum, das u. a. die Ansiedlung der Wikinger im heutigen Dublin um 850 n. Chr. behandelt. Ich schaue mir auf dem Stadtplan an, wohin ich muss und laufe los. Mittlerweile verhalte ich mich im Straßenverkehr wie eine echte Dublinerin. Die überqueren die Fußgängerampeln nämlich NUR bei rot ... An den ersten zwei Tagen habe ich natürlich noch links rechts links geguckt, die Umstellung ist mir aber schnell gelungen. Habe nur ein wenig Angst um mich, wenn ich wieder zu Fuß in Trier unterwegs bin 😉 Zwischenzeitlich werde ich an Bono erinnert, der Song "Where the streets have no name" kommt mir in den Sinn. Hatte Bono, der aus einem Dublinerin Vorort stammt, hier die Idee für den Song? Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe, doch weit und breit kein Straßenschild in Sicht. Ich bin so mit der Suche nach Straßennamen beschäftigt, dass ich Christ Church übersehe, neben der sich das Museum befindet. Und die Kirche ist so groß, dass man sie eigentlich nicht übersehen kann. Eigentlich ... 😕 Das Museum ist nicht der Kracher. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie man Gabi auf "Winkingerisch" schreibt, der Beweis folgt als Foto ... Anschließend erkunde ich Dublin zu Fuss, sehe mir das Famine Memorial, das an die Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert, an, überquere die Ha'Penny Bridge (früher kostete das Übersetzen mit einem Boot 1/2 Penny, daher der Name), schaue das Bankenviertel u. ä. an. Auf dem Heimweg fällt mir wieder auf, dass es wirklich unglaublich viele kleine Supermärkte, Cafés, Pubs, Take-Aways und Restaurants gibt, die selbstredend ALLE sonntags geöffnet haben. Hier wird nicht so ein Aufhebens um Ladenöffnungszeiten gemacht. Lucky you, Dublin!