Dublin, Tag 20

Freitagmorgen, das Wochenende ist nah. Heute haben wir einen kurzen Tag, will heißen, der Unterricht endet bereits um 13.30 Uhr. Soweit so gut. Allerdings schreiben wir heute auch unseren wöchentlichen Test. Leider habe ich es versäumt zu lernen, nächste Woche muss ich mich auf den Hosenboden setzen ... Heute ist Ramons letzter Tag, wie schade. Mit dem sympathischen spanischen Berufssoldaten hatten wir auch immer viel Spaß 😊 Nach der Mittagspause besuche ich mit Ana das Natural History Museum. Der Eintritt ist erfreulicherweise frei. Die Ausstellung ist interessant. Ich mache unter anderem die Bekanntschaft von Tritonia Hombergii, einer putzigen Meerwasser-Nachtschnecke (Bild 15) oder aber Pteropus giganteus (Bild 13), der mich ein wenig an einen Exhibitionisten erinnert, wie er so seine Flügel spreizt und mir sein Bäuchlein entgegen streckt. Auf dem Weg zum Archäologischen Museum kommen wir am Departement of the Taoiseach (gesprochen Tischock) vorbei. Wir unterhalten uns nett mit einem Herrn vom Sicherheitspersonal, der uns mit einigen Informationen versorgt. Der Begriff Taoiseach ist ein Überbleibsel der Kelten. Mehrere Clans wählten einen Taoiseach, was er sagte war Gesetz. Er macht uns auch darauf aufmerksam, dass samstags kostenlose Führungen stattfinden. Unser Gespräch dauert noch eine Weile, wird dann aber rüde durch den Anruf seiner Frau unterbrochen. Er ist entschuldigt 😏 Weiter zum archäologischen Museum, welches wir ebenfalls kostenlos besichtigen können. Auch dieser Besuch lohnt. So, nach so viel Geschichte und Kultur haben wir uns jetzt japanisches Essen verdient. Ich hatte einen Tisch im Musashi reserviert, auch dieses Mal ist es wieder köstlich. Anschließend bummeln wir durch Temple Bar und besuchen eine tolle kleine Galerie (ich kaufe eine kleine Zeichnung, sie wird demnächst in unserer Küchen zu bestaunen sein), unser Ziel ist allerdings ein Pub, der in einer ehemaligen Bank untergebracht ist. Wirklich eine tolle Location, allerdings auch rappelvoll. Heute war wirklich ein sehr schöner Tag. Nette Begleitung, viel gesehen, gut gegessen und getrunken. Aber so langsam ruft das Bett, schließlich steht auch für morgen einiges auf dem Programm ...