Dublin, Tag 25

Tja, kleine Sünden bestraft der liebe Gott zügig. Ich werde wach. Draußen ist es noch dunkel. Prima, ich kann die Äuglein noch einmal schließen 😴. Was ist das für ein Geräusch da draußen? Ich registriere langsam, dass es sich genau so anhört, wenn Autos durch Nässe fahren. Dann klingelt auch noch prompt mein Wecker. Es ist nur deshalb noch dunkel, weil jede Menge Regenwolken der Sonne den Zutritt versperren ... Gestern hätte ich nicht so laut sagen sollen, dass das Wetter so schön ist. Es hilft alles nichts, raus aus den Federn. Meinen Schulweg kann ich dann doch trockenen Fußes zurücklegen, aber pünktlich zum wöchentlichen fire drill schüttet es cats and dogs 😕 Jetzt aber schnell wieder rein in die gute Stube. Ein Gruppenfoto ist angesagt, samt James. Anschließend werden eifrig Handynummern und Facebook-Accounts ausgetauscht, schließlich will jede(r) das Foto haben. Pedro hat eine Brasilien-Flagge mitgebracht, auf der alle unterschreiben, schlaues Kerlchen! Warum denke ich nicht an so was? Natürlich hätte ich die deutsche, nicht die brasilianische Flagge mitbringen sollen 😏. In der zweiten Stunde bei Marc (Habe ich schon erwähnt, dass er mich ein wenig an Mr. Bean erinnert?) wieder Grammatik bis zum Abwinken. Anschließend Rollenspiele bzw. Berichte von prägenden Erlebnissen im Leben, ich berichte vom Café Haltepunkt. Nga ist sehr an meiner ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert. Die 22jährige Vietnamesin würde auch gern ehrenamtlich tätig sein, aber in Vietnam existiert quasi kein Ehrenamt. Nach Umweltkatastrophen wie Fluten oder Stürmen hilft sich die Bevölkerung sofort, aber das war es auch schon. In er Mittagspause verabrede ich mit Ana, die Science Gallery auf dem Campus des Trinity College zu besuchen, die Ausstellung soll Technik zum Anfassen bieten. Ana hat heute bis 17 Uhr Schule, also verbringe ich die Wartezeit mit einem Irish Coffee im Café en Seine, da es gerade wieder einmal regnet. Es ist einfach zu schön dort, aber die Preise sind knackig. Vermutlich erwerbe ich beim Bezahlen Anteile am Café 😐 Punkt 17 Uhr scheint wieder die Sonne. Verrückt! Die Ausstellung erweist sich in unseren Augen als ziemlicher Flop, wenigstens mussten wir keinen Eintritt zahlen, somit hält sich die Enttäuschung in Grenzen. Auf dem Heimweg kehre ich bei Burger King ein, ich habe Kohldampf ohne Ende. Aufgrund dessen stelle ich mir ein ganz und gar ungesundes Menü zusammen. Hinterher ist mir ordentlich schlecht. Der Heimweg, ca. 3 km liegen noch vor mir, wird mir hoffentlich beim Verdauen helfen ...