In den Herbstferien waren Gabi und ich für 10 Tage im Nordwesten der USA und in Kanada. Meine Mutter war so nett, die beiden Mädels in Trier zu betreuen, sodass wir das Tourprogramm etwas heftiger gestalten konnten.

Darüber hinaus wollte ich in den USA 5 sehr alte Geocaches besuchen, die weltweit einzigartig sind, aber dazu später mehr.

Am 22.10.  flogen wir von Luxemburg über London nach Seattle, von wo wir am 23.10. per Flugzeug weiter nach Salt Lake City im Bundesstaat Utah reisten.

 

Tag 1 (23.10.2015)

Nach der Ankunft am Flughafen nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang. Ursprünglich hatten wir auf die Kosten achtend einen Toyota Corolla reserviert, als aber die Wetterbedingungen in den Bergen Richtung 0° Celsius gingen und wir auf 2.800m einen GeoCache eingeplant hatten, buchten wir noch auf einen SUV um. Es sollte ein fast neuer Dodge Durango mit Vollausstattung sein, der seinen Job mit Bravur erledigen sollte.

Nach dem Einchecken nutzen wir die wenigen Stunden an diesem Tag, die Stadt Salt Lake City näher in Augenschein zu nehmen. Fazit: Sehr sauber und irgendwie steril aber mit einem bemerkenswerten Tempelbezirk  und einer repräsentativen Mall der Extraklasse.

Tag 2 (24.10.2015)

An diesem Tag hatten wir uns den anspruchsvollsten Cache auf einer Tour von Salt Lake City auf den Potters Pond (2.800m) vorgenommen. Auf der Hinfahrt machten wir einige Stops und quälten uns bzw, den Durango fernab normaler Straßen in fortgeschrittenem Allrad-Terrain einen Pass hinauf, der aufgrund der begrenzten Breite sowohl Puls als auch Adrenalin auf Höhenflüge schickte. Im Nachhinein betrachtet hätte hier unsere Reise schon sehr schnell zu Ende gehen können aber der Durango und ich waren ein Team, dass die Schmelzwasser-Schlammgruben teilweise mit ein wenig Ausbrechen gut absolvierten. Nach ca. 60 Minuten waren wir dann auf einem Campingplatz am Potters Pond, um von dort einen kleinen Wanderweg zum gleichnamigen Cache zu betreten. Aufgrund der Bärengefahr, auf die wir uns im Vorfeld gut vorbereitet hatten, fingen wir auf den ersten hundert Metern an, laut miteinander zu sprechen, aber als uns irgendwie langsam die Themen ausgingen fing Gabi an, internationales Liedgut zu skandieren, dass den letzten Schwarzbären in die Flucht geschlagen haben muss. Auf dem Rückweg nahmen wir einen anderen Weg, der uns etwas sicherer erschien, was sich auch bestätigten, insbesondere als ein Wohnmobil an uns vorbeiraste, das definitiv nicht über unseren Weg den Campingplatz erreicht hätte.

Mit einer inneren Zufriedenheit, an diesem Tag schon 2 der begehrten 5 GeoCaches erfolgreich gefunden zu haben, ging es nach Fillmore zu unserem Hotel.

Tag 3 (25.10.2015)

An diesem Tag ging es quer durch die Wüste Nevada bis in die Nähe der Area 51 nach Tonopah. An diesem Tag hatte ich nur einen Cache aus dem November 2000 herausgesucht, der uns über 25 Meilen Schotterstrasse in ein malerisches Piniental zu einer alten Mine führte. Wieder einmal lockte uns mein Hobby an einen Ort, den wir so nie gefunden hätten. In Tonopah angekommen waren wir erst etwas enttäuscht, als wir dann aber gegenüber von unserem Hotel eine kleine Privatbrauerei mit BBQ-Restaurant entdeckten, war der Abend mehr als gesichert und richtig gut.

Tag 4 (26.10.2015)

Die Reise von Tonopah in Nevada nach Oakhurst in Kalifornien war landschaftsmäßig das absolute Highlight unseres Roadtrip. Erst bewunderten wir unglaubliche Fernsicht in Nevada, dann verbachten wir einen Tag im Yosemite-Nationalpark. Das Nest Oakhurst stellte sich als eine hässliche Kleinstadt heraus, die etwas durch den Nationalpark-Tourismus über Wasser gehalten wird.

Geocaching mäßig gab es an diesem Tag noch einen Leckerbissen, einen uralten Cache aus dem Dezember 2000, der in absolutem Klappenschlangengebiet platziert ist. Dank der Jahreszeit war aber kein Klappern zu vernehmen. Auf der insgesamt 60 Meilen lange Tour über Schotternebenstrecken im absoluten Off darf man nicht an die Möglichkeiten einer Autopanne denken...

Tag 5 (27.10.2015)

Die Fahrt von Oakhurst nach Klamath Falls über Sacramento sollte die umspektakulärste werden und die zäheste, Wir waren froh, gegen Abend endlich im Hotel angekommen zu sein, nachdem wir stundenlang durch Obstplantagen und Wälder gefahren waren.

Tag 6 (28.10.2015)

Unser sechster Tag führte uns nach DEM Geocaching-Highlight, dem ältesten Cache der Welt aus dem Mai 2000, nach Portland, wo wir am Folgetag mehrere Stunden die Innenstadt erkundeten und ganz hervorragend syrisch aßen.


Tag 7 (29.10.2015)

Dank Krystina, die uns bat, in Portland, Drehschauplätze ihrer Lieblingsserie zu fotografieren, lernten wir die Stadt sehr gut kennen.

Gegen Abend schafften wir es noch rechtzeitig in Seattle zu den Firmenräumlichkeiten von Groundspeak, dem Betreiber der geocaching.com-Seite, die zwischen 16 und 17 Uhr ihre heiligen Hallen für interessierte Geocacher öffnen, Nach einem kleinen Einkauf und einem Schwätzchen mit 2 Angestellten ging es zu unserem Hotel.

Tag 8 (30.10.2015)

Dieser Tag war Vancouver reserviert. Nach einer 3-stündigen Fahrt erreichten wir die wohl eine der schönsten Städte der Welt und blieben dort bis zum späten Nachmittag.

Tag 9 (31.10.2015)

Unseren letzten richtigen Urlaubstag verbrachten wir bei miserablem Wetter in Seattle, wo uns etwas die Lust fehlte, die aber durch einige Shoppingerfolge wieder neu belebt wurde. Der Abschluss war der Public Market, ähnlich aber etwas größer als der Vancouvers.

 

Der Abschluss einer wunderbaren Tour, die uns über 4.000 Kilometer durch 5 Bundesstaaten führte, davon knapp 300 Kilometer über Schotterwege, bildete ein Besuch eines Footballspiels zwischen den den Washington Huskies und den Arizona Wildcats.

 

Tag10 und 11 waren die Rückreisetage.